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Die Geschichte des Gleitsegelfliegens

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Die Geschichte des Gleitsegelfliegens

Beschäftigt man sich mit der “Geschichte des Gleitsegelfliegens”, so stellt man schnell fest, dass man sich eigentlich mit 3 nicht immer parallellaufenden Dingen befassen muss:

  • der Geschichte des Gleitsegelfliegens
  • der Geschichte des Gleitsegels
  • der Geschichte des Gleitschirm-Sports

Heute werden “Gleitschirm” und “Gleitsegel” im Prinzip als Synonyme benutzt (wobei “Gleitschirm” die gebräuchlichere Bezeichnung sein dürfte). Es gibt aber durchaus einen Grund für die unterschiedlichen Begriffe:


Definitionen

Unter Ausserachtlassung neuerer Startmethoden (Schleppstart, Luftstart) ergeben sich bei Reduktion auf den ursprünglich zugrundeliegenden “Bergstart” folgende Definitionsmöglichkeiten:

  • Gleitsegeln/Gleitsegelfliegen: ”Freiflug” (d.h. ohne Verbindungsleine) nach Fussstart vom Berg mit steuerbarem “aussteifungslosem” offenen Schirm, ohne nähere Festlegung der “Schirmart”
  • Gleitschirmfliegen: i.e.S. dto., aber mit Gleitschirm; i.w.S. auch als Synoym für Gleitsegeln
  • Gleitsegel: zum Gleitsegeln geeignete Fluggeräte (nach ihrem Hauptzweck in Fallschirme und Gleitschirme unterteilbar)
  • Gleitschirme: spezielle, extra für das Gleitsegeln, respektive Gleitschirmfliegen entwickelte Fluggeräte

Gleitsegel und Gleitsegelfliegen sind hierbei offenkundig die allgemeineren Bezeichnungen, die jeweils auch Gleitschirm und Gleitschirmfliegen umfassen. Wie folgend gezeigt, erschliesst sich der Hintergrund dieser Wortklauberei aus der “Anfangszeit” des Gleitsegelns.

Nun, im Prinzip entspricht jeder “Fallschirm” der vorstehenden Teildefinition des “aussteifungslosen” Schirms – nur, mit einem Rundkappenfallschirm sind sowohl “Fußstarts mit offenem Schirm vom Berg”, als auch das anschliessende “gesteuerte Freifliegen” zumindest systematisch kaum durchführbar. Technische Voraussetzung für “Gleitsegeln” war daher die Entwicklung von Flächenschirmen und deren Entwicklung zählt von Ansatz und Zielsetzung her historisch primär zur Entwicklung moderner Fallschirme:

Flächenschirm-Entwicklung

Anfangs der 60-er Jahre wurde in Zusammenhang mit den ehrgeizigen Raumfahrtplänen der USA und der UdsSR auch die Entwicklung von Fallschirmsystemen vorangetrieben, um die Raumkapseln nach Missionsende ggf. besser zur Erde zurückbringen zu können.

Nach Weiterentwicklung der bereits in den 50-ern verfolgten “Rogallo-” und “Mehrzeller-Konzepte”, kam es dabei 1962 mit dem “Paracommander US” zur Patentierung eines sehr gut steuerbaren Hochleistungs-Rundkappenfallschirms und am 01. Januar 1963 zu der eines speziellen mehrzelligen Fallschirms von Domina JALBERT. Im März 1963 veröffentlichte JALBERT dann seine Erkenntnis, dass man sich für weitere effektive Leistungssteigerungen von Fallschirmen wohl grundsätzlich von deren parabolischer Form verabschieden müsse und stattdessen luftgefüllte Zellen in Tragflächenform verwenden solle. Bereits am 01. Oktober 1964erfolgte darauf durch ihn die Anmeldung eines entsprechenden Kasten- oder matrazenförmigen mehrzelligen Fallschirmkonzeptes (Para-Foil) und noch im selben Jahr flog eine erste motorisierte Version von NICOLAIDES. Da die NASA doppelflächigen Fallschirmsystemen damals allerdings skeptisch gegenüberstand, wurde von Dave BARISH ein 3-bogiger rechteckiger Einzelfächen-Fallschirm entwickelt und ebenfalls 1964 patentiert. Dessen Weiterentwicklung von 1965, der Sailwing, kann als erster Gleitschirm der Geschichte gelten.

Als die NASA die Fallschirm-Forschungsprogramme Ende der 60-er einstellte, widmete sich BARISH anderen Herausforderungen und Erfindungen. Die heutigen Fallschirme und Gleitschirme beruhen u.a. daher letztlich auf Weiterentwicklungen des zweiflächigen mehrzelligen “Para-Foil”-Fallschirmkonzepts von JALBERT.

Aber Vorsicht! So geradlinig, wie es nach dieser letzten Aussage scheint, ist die Geschichte nun eben doch nicht. JALBERT ebenso wie BARISH hatten sich mit der Entwicklung von Fallschirmen beschäftigt. Um “Gleitschirme” im Sinne der obigen Definition hat es sich hierbei sicher nicht gehandelt und ob und ab wann diese Schirme ggf. als Gleitsegel durchgehen konnten, darüber entscheidet nicht zuletzt die konkrete Anwendung.

Der “Vater” des Gleitschirmfliegens

Dave BARISH kann in mehrfacher Hinsicht wohl zurecht als “Vater des Gleitschirmfliegens” gelten. Er ist nicht nur Konstrukteur und Pilot des ersten “Gleitschirms”, er ist auch Vater der Idee des “Gleitschirmfliegens” als weiter verbreitete Sportart. Bereits 1966 (1 Jahr vor dem ersten Gleitsegelflug eines Parafoil-Fallschirms!) propagierte er mit seinem Sohn mittels öffentlicher Vorführungen in Skigebieten sein “Slope Soaring” als neue Sportart und Touristenattraktion, die u.a. Skiliften zu einem Sommergeschäft verhelfen könnte und demselben Zweck dienten auch die 1966/68 von BARISH zusammen mit Dan POYNTER u.a. in Catamont und Lake Placid durchgeführten “Gleitschirmflüge” an den dortigen Skischanzen.

Doch die Zeit war, wie Dave rückblickend selbst meint, wohl noch nicht reif: “Wir puschten den Sport damals nur als neue lustige Möglichkeit des Downhill.” Zudem dachte damals keiner daran, dass in Thermik oder dynamischen Hangaufwinden vielleicht längere Flüge möglich sein könnten. Jeder hielt es für eine reine “Spasssportart”, wie man heute sagen würde, und die Resonanz blieb insgesamt bescheiden.

Entwicklung des Gleitsegelns als Sport

Ab 1967 war “Gleitsegelfliegen/Slope Soaring” also mit Gleitschirmund Fallschirm möglich. Bei leichten Gleitwinkel- und Sinkgeschwindigkeitsvorteilen für den Gleitschirm, handelte es sich mit beiden Fluggeräten letztlich aber im wesentlichen nur um ein schnelles Bergabfliegen. Obwohl schon 1968 in Colorado offenbar immerhin bereits 69 Piloten per “Gleitsegel-Fussstart” zu einem Flug in den Grand Canon starteten, verlief die weitere Entwicklung des “Slope Soaring” in den Folgejahren nur schleppend und nicht geradlinig.

Nun, woran lag dies? Mit dem Einstellen der Fallschirm-Forschungsprogramme durch die NASA Ende der 60-er, gab BARISH auch die Entwicklung des Sailwing auf und widmete sich anderen Herausforderungen. Slope Soaring war für ihn nur ein Hobby, die Weiterentwicklung wäre aber ein eigener Full-time-Job gewesen. Im folgenden fusste die weitere Verbreitung des Gleitsegelfliegens dadurch nicht mehr direkt auf BARISHs “Gleitschirm”, als eigenständigem technischen Fluggerät, sondern orientierte sich im wesentlichen an der Fortentwicklung des ebenfalls bergstartfähigen Parafoil-Fallschirm-Systems. Dadurch ging auch das von BARISH 1965 angestossene “Gleitschirmfliegen” eben nicht in direkter Linie als eigenständige sportliche Entwicklung weiter, sondern wurde aufgrund des “Hauptzwecks” der verwendeten “Gleitsegel” vorübergehend zu einer im Fallschirmsport untergehenden “Spezialsparte” und etablierte sich erst in den 80-ern endgültig als eigene Sportart mit eigenen Schirmen.

Doch betrachten wir uns den Ablauf etwas genauer: In das Bewusstsein einer etwas grösseren Öffentlichkeit drang “Slope Soaring/Gleitsegeln” erst in den 70-ern. Entscheidenden Anteil daran haben nicht zuletzt die bekannteren Veröffentlichungen von Dan POYNTER: Nachdem er 1970 im Parachutist Magazine einen Artikel über das “Slope Soaring”. veröffentlicht hatte, beschrieb POYNTER es 1972 im “Parachute Manual” erneut und schildert es als Fallschirm-Test-Möglichkeit nach Reparaturen. 1973 erschien sein Buch “Hang Gliding”, in dem er als ähnliche Sportart auch “Paragliding” beschreibt und 1974 soll er in einem Lehrbuch das “Parasailing” propagiert haben.


Spätestens 1972 ist die Idee des “Gleitsegelns” auch in Deutschland und Österreich vertreten: Michael MELZER und Hans OSTERMÜNCHNER verfolgten die Idee von Fallschirm-Fussstarts. Bei Starkwind flog Hartmut HUBER, der spätere Mitgründer von Parasail, von der Spungschanze in Kitzbühel. 1973 starteten Heinz FISCHER und Volker RADEMACHER mit einem 7-zelligen PARASLED vom Tegelberg.

1978 wurden die Franzosen BOSSON, BETEMPS und BOHN bekannt, als sie mit Flächensprungfallschirmen Fußstartversuche durchführten und anfangs der 80er wurden in den französischen Hochalpen in Mieussy bereits Wettbewerbe durchgeführt. Das sog. “Bergfliegen” mit geeigneten Sprungfallschirmen hatte sich von einem aussergewöhnlichen Hobby einzelner Individualisten erstmals in eine etwas breitere sportliche Bewegung gewandelt, die auch für “Bergflieger” attraktiv wurde, die nicht ohnehin bereits schon Fallschirmspringer waren. Wegen der sehr geringen Gleitleistung der Fallschirme von max. 1 : 3 erfolgten Starts jedoch meist in gefährlich steilem Gelände und Rinnen. Der Flug war im wesentlichen immer noch auf ein schnelles Hinabfliegen ins Tal begrenzt.

Parallel zum “Bergfliegen” entstand mit der erneuten Entwicklung spezieller Schirme (wie die Flächen-Fallschirme nun allerdings ebenfalls auf Basis der zweiflächigen Mehrzeller von JALBERT) als eigenständige Sportart das Gleitschirmfliegen - fast so, wie es sich BARISH schon 1965 vorgestellt hatte. Anfangs wesentlich instabiler (!), aber kaum leistungsfähiger als entsprechende Sprungfallschirme, holten die neuen spezialisierten “Gleitschirme” in Punkto Sicherheit auf und übertrafen die zweckentfremdeten Fallschirme am Berg schnell durch bessere Gleitwinkel und wesentlich besseres Handling. Gleitschirmfliegen setzte sich durch und ist seit 1987 in Deutschland vom Bundesminister für Verkehr genehmigt.

Obwohl auf dem selben Prinzip von JALBERT beruhend, haben sich die Fall- und Gleitschirme aufgrund aerodynamischer und technischer Anpassungen an die Anforderungen des jeweiligen Sports mittlerweile so weit auseinanderentwickelt, daß ein Fallschirm für Bergstarts heute grundsätzlich ebenso ungeeignet ist, wie ein Gleitschirm für Fallschirmabsprünge. “Gleitsegeln” wird daher heute praktisch ausschliesslich mit Gleitschirmen durchgeführt und hieraus resultiert die synonyme Verwendung von Gleitschirm-/Gleitsegelfliegen und Gleitschirm/Gleitsegel.

Gleitsegel-/Gleitschirm-Geschichte in Stichpunkten

  • 1954: Ein Artikel von WALTER NEUMARK in Grossbritannien beinhaltet die Vorhersage der Möglichkeit von Steigflügen mit Rundkappenfallschirmen und propagiert das “Parascending”.
  • 1963: Idee der Abkehr von runden Fallschirmen zur Leistungssteigerung durch JALBERT
  • 1964 erster Flächenfallschirm (Parafoil) durch JALBERT
  • 1965: erster Gleitschirm (Sailwing) durch BARISH, erste Gleitschirmflüge damit
  • 1966: erstes Progagieren des Sports “Gleitschirmfliegen” durch BARISH
  • ab 1966 bis ca. 1968: vereinzelt Slope Soaring/Gleitschirmfliegen mit Gleitschirm (Sailwing)
  • ab ca. 1967: vereinzelt Slope Soaring/Gleitsegelfliegen mit Flächen-Fallschirmen (Typ Parafoil)
  • ab ca. 1970: wiederholte Veröffentlichungen durch POYNTER und weltweite Ausbreitung der Idee des Paraglidings/Gleitsegelfliegens sowie individuelle Sportausübung und Weiterentwicklungen
  • ab ca. 1978: breitere Sportausübung des Bergfliegens/Gleitsegelfliegens mit geeigneten Sprungfallschirmen
  • ab ca. 1980: eigene Gleitschirmentwicklungen, Bergfliegen/Gleitsegelfliegen mit Fallschirmen und Gleitschirmen
  • ab ca. 1985: Gleitschirme beginnen Fallschirme beim Gleitsegeln zu überflügeln
  • 1987: Genehmigung des Gleitsegelns in Deutschland vom Bundesminister für Verkehr
  • ab ca. 1988: Gleitschirmfliegen praktisch nur noch mit Gleitschirmen
  • 1998: Die Franzosen Francis HEILMANN und Xavier DEMOURY propagieren im Paramag-Magazin ein “neues Luftfahrzeug”, einen springbaren Gleitschirm, bzw. einen Fallschirm mit Gleitschirmeigenschaften und sehen darin neue sportliche Entwicklungsmöglichkeiten

 

 


 

(“Literaturverzeichnis:” Artikel Xavier Murillo: David Barish, The Forgotten Father of Paragliding.- XCMag und J.P Budillon: Historique du Vol Libre.- ffvl)
 

Vielen Dank an den FSC FRANKEN e.V. für das Material.

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