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Ein nicht alltäglicher Flug eines Gelegenheitsflieger über das Sauerland

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Ein nicht alltäglicher Flug eines Gelegenheitsflieger über das Sauerland

Auch ein Gelegenheitsflieger wie ich, hat seine Träume von den super Streckenflügen. Nur mit dem Umsetzten ist es so eine Sache. Oft ist das Wetter hervorragend, aber familiäre und berufliche Verpflichtungen müssen auch eingehalten werden. Das Fliegen ist nun mal für die meisten von uns ein Hobby. Leider hatte ich in der Saison 2000 nicht die Gelegenheit, viel zu fliegen, aber die Erinnerung hält mich bei der Stange. Wer das nicht versteht, ist kein richtiger Flieger.

Sonntag der 31. Juli 1999. Ein vielversprechender Tag. Der Himmel ist blau. Die Nacht war kühl und es weht bereits ein leichter Wind aus Ost. Die Windmühle, die ich direkt von unserer Wohnung in Holzen, ein kleines Dorf in der Nähe von Arnsberg, aus sehen kann, ist für einen Gleitschirmflieger Gold wert. Für meine kleine Nichte aus England, ist das der Ort, wo die Teletubbies wohnen.

Meine Frau Sharon entscheidet sich ausnahmsweise mir heute Gesellschaft zu leisten. Normalerweise findet sie es langweilig, uns Fliegern bei unserem Hobby zu zusehen.
Diesmal lockt sie aber das gute Wetter, eine Hütte mit netter Bewirtung am Landeplatz und so geht es gemeinsam nach Elpe, ins Sauerland.. Da bei uns Nachwuchs unterwegs ist, freue ich mich sehr über die Gesellschaft meiner Frau, wohl wissend, dass sich vieles bald ändern wird.

Gerade losgefahren, schwärme ich wieder von den super Strecken, die ich noch nie geflogen bin und sage zu meiner Frau: „Das wäre doch ein Ding, mit dem Schirm von Elpe zurück nach Hause fliegen. Die Windrichtung ist genau richtig.“ Sharon ist an diese Sprüche gewöhnt und glaubt nicht im Traum daran, dass das für mich möglich sein könnte. Heute sollte es anders kommen, hatte ich sie doch auch vor drei Jahren mit meinem ersten Streckenflug von 13 km überrascht.

In Elpe angekommen, geselle ich mich schnell zu den anderen Flieger, die mit dem Minibus der ansässigen Flugschule zum Startplatz gefahren werden. Ein Höhenunterschied von gerade mal knapp 200 Metern ist nicht viel. Im Winter kann hier Ski gefahren werden, jetzt im Sommer gehört den Gleitschirmfliegern der Hang. Höhe über N.N., knappe 700 Meter.
Wie über all im Sauerland, so stehen auch hier viele Bäume. Es muss in Elpe aus einer Schneise heraus gestartet werden. Kommt der Wind genau aus Ost, so trägt es bereits am Startplatz. Aber auch etwas südlicher und nördlicher Versatz ist brauchbar, da der Skihang in einem Talkessel mit bewaldeten, nördlich und südlich ausgerichteten Hängen, liegt.

Die Termik hat eingesetzt und große Cummeluswolken verzieren bereits den Himmel.
Für mich gilt: Heute, oder es klappt nie mit dem Streckenflug im Sauerland. Der Himmel sieht so vielversprechend aus.
Startvorbereitungen, warten bis der Vordermann gut weggekommen ist und dann bin ich dran. Rückwärz aufziehen, rausdrehen, Kontrollblick und laufen. Der Wind hat bereits eine südliche Komponente und aufgrund des leichten Rotors in der Waldschneise muss ich mit Einklappern rechnen. Der Start hat gut geklappt und sobald das Ende der Schneise erreicht ist, wird nach Links abgedreht und der südöstlich ausgerichtete Hang angeflogen. Der Wind ist stark genug, um sich im Aufwindband zu halten. Eine Startüberhöhung ist nicht drin und so fliege ich mit vier weiteren Piloten den Hang auf und ab und warte auf die durchziehende Termik, die uns weiter nach oben tragen soll. Da war etwas. Das Gurtzeug vermittelt ein gutes Feedback vom Schirm. Dann höre ich auch schon das Vario piepen. Einkreisen so dicht über den Fichtenspitzen geht noch nicht. Ein schneller Blick zurück. Kein anderer Gleitschirmflieger zu dicht hinter mir und so wird schnell in Achten an Höhe gewonnen. Zaghaft lasse ich mich kreisend mit dem Wind versetzen. Erstaunlich, dass mir keiner der anderen Piloten gefolgt ist und mit 200 Metern Startüberhöhung sehe ich zu, wie unter mir gelandet werden muss. Das ist ein gutes Gefühl und ein bißchen Schadenfreude ist auch dabei.
Die Freude hat aber ein schnelles Ende. Das Vario meldet Sinken. Es geht so schnell wieder runter, wie es rauf ging. Das darf nicht wahr sein, ich habe die Termik verloren. Ein Blick in Windrichtung zeigt mir einen ausgedehnten Fichtenwald, in dem man nicht landen möchte. Gegen den Wind ist es allemal bis zum Landeplatz zu schaffen und so entschließe ich mich für zweiteres. Die Termik, die mich gerade ausgespuckt hatte, war wirklich gut und so befinde ich mich bis zur Landung in stetig sinkender Luft. Die Erde hat mich nach nur 15 Minuten wieder.

Nach meinem zweiten Start passiert mir genau das Gleiche. Nachdem ich dann vom Landeplatz aus einen meiner Vereinskollegen aufdrehen und davon fliegen sehe, habe ich den Beweis für etwas, was ich schon länger wußte. Es gibt einfach bessere Piloten.

Was ich da gerade gesehen hatte, hat den Ehrgeiz in mir geweckt. Meine Frau wundert sich, dass ich so schnell wieder in den Minibus einsteige, der die gestrandeten Piloten wieder zum Startplatz bringt. Fragen gehen mir durch den Kopf. Was hatte ich falsch gemacht? Was kann ich besser machen? Der ausgedehnte Wald der überflogen werden muss, hatte mich bisher davon abgehalten, mich mit dem Wind und der Termik versetzten zu lassen. Ich war jedesmal luvseitig aus der Termik gefallen. Die Dewise musste sein, konsequent auf Steigwerte zu achten, sobald ich in der Termik bin. Lassen die Steigwerte abrupt nach, so müsste ich luvseitig herausgefallen sein, da hier die Grenzen der unterschiedlichen Steigwerte sehr dicht beieinander liegen. Das würde bedeuten, sich mit dem Wind weiter zurück treiben zu lassen und es müsste wieder rauf gehen. Was tun, wenn das nicht stimmt, oder ich seitlich herausfallen sollte und die Termik nicht wieder finde? .Am östlichen Ende des Hangs ist ein Tal mit Sportplatz und größeren und kleineren Wiesen, die für eine Außenlandung groß genug sind. Der Plan stand. Bei weiterhin guten Bedingungen werde ich die Sache noch konsequenter angehen. Das Streckenfieber hatte mich in den Bann gezogen. Das Ziel war mir egal und die Tagträume von heute Morgen hatte ich längst vergessen. Ich wollte nur aufdrehen, so hoch wie möglich und mit dem Wind so weit wie möglich davon fliegen.


Der Start klappte wieder problemlos, bis auf einen kleinen Einklapper. Das war aufgrund der Lage des Startplatzes in einer Waldschneise zu erwarten. Auspumpen und weiter geht’s. Am Ende der Schneise links zum südlich ausgerichteten Hang. Der Aufwind ist wieder gerade stark genug, um sich oben zu halten. Die erste Termik die durchkommt, meldet mein Schirm umgehend mit einem weiteren kleineren Einklapper. Dicht über den Fichten wird sich in Achten hoch gearbeitet. Gerade etwas höher als die Fichtenspitzen unter mir, geht es mit Steigwerten um die 6 m/s in etwas bockiger Luft zügig nach oben. Schnell habe ich wieder an Höhe gewonnen. Diesmal lasse ich mich früher zurück fallen. Dies wurde mir mit super Steigwerten bis 8,5 m/s gedankt, in einer Termik, die weiter oben im Durchmesser gigantische Ausmaße angenommen hatte. Es wurde ein Kinderspiel zu zentrieren. Wieder hat kein anderer Pilot den Einstieg in diese, meine Termik geschafft. Sie gehörte mir ganz allein.

Weiter oben wurde es so ruhig, wie der laminare Seewind an einer Düne. Die Sommerwärme hatte ich hinter mir gelassen und eine angenehme Kühle zog unter meinen Overall. In Euphorie habe ich meine Freude heraus geschrien und laut gesungen (sonst nicht meine Art). Der Nullschieber stellte sich auf 2550 Meter über Null ein. Das ganze Sauerland lag mir zu Füßen. Aus dieser Höhe verschmelzen die Berge mit den Tälern. Die drei großen Stauseen lagen vor mir. Der Hennesee auf meiner Flugbahn weiter vor mir, dann der Sorpesse und weiter im Norden der Möhnesee. Mit dem Wind ging es weiter Richtung Westen. Aus dem Nullschieber wurde Sinken. Mit Beschleuniger voll Pulle gerade aus zur nächsten Termik. Was habe ich es bereut, meine Kamera vergessen zu haben aber die Bilder in meinem Kopf sind unauslöschbar. Schon bald hatte ich unser Vereinsgelände in Wenholthausen erreicht. Aus dieser Höhe hatte ich den Startplatz noch nicht betrachten können. Es ist wunderbar und wahrscheinlich das Beste was es gibt, ein Streckenflug über einer Landschaft, die ich als Jugendlicher auf meinem Rennrad abgeklappert hatte und somit fast jeden Ort und Feldweg kenne. In Grevenstein, dem nächsten Ort auf meine Flugrute, ist die Brauerei Veltins ansässig. Als mir über der Brauerei der nächste Einstieg in eine Thermik gelang, die mich auf 2750 Meter über Null brachte, da fasst ich den Entschluss, nach hause zu fliegen. An der Basis wurde die Richtung auf Nord West geändert und es ging über Sundern, wo meine Eltern wohnen, Richtung Sorpesee, direkt über den Staudamm und von dort nach Holzen. Der Flug endete nach drei Stunden 100 Meter hinter unserem Haus. Kinder waren sofort zur Stelle und wollten wissen, von wo ich gekommen bin. Keines wollte mir glauben, dass das ohne Motor möglich ist. Ich konnte es selbst noch nicht fassen, aber der Traum ist wahr geworden.

Für mich ein unvergessliches Erlebnis. Mit 40 Kilometern sicherlich für viele Andere ein kurzer Hopser. Für mich ein unvergessliches Erlebnis. So schön ist unser Hobby.

Seit diesem Erlebnis hat meine Frau auch ein mobiles Telefon. Mußte mein Bruder mich doch zurück nach Elpe fahren, nur um meine Frau zu benachrichtigen und ihr zu sagen, dass der Gleitschirm bereits wieder bei uns im Keller steht. Ihre Sorgen um mich waren schnell vergessen und sie freute sich für mich. Dank an dieser Stelle an meine verständnisvolle und geduldige Frau Sharon.


Konstantin Röttger

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