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Fliegen in den Dolomiten

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Fliegen in den Dolomiten

Oder, wo man den Kletterern ein Ohr abfliegen kann
von Markus Schmidt

 

Spätestens seit “Escape”, dem genialen Video von Uli W. habe auch ich mich in Träumen immer gerne an schroffen Felswänden aufsoaren sehen. In eisig klarer Luft, alle Welt hinter mich lassend den Horizont hinauschieben, vom Hauptkamm bis in die Po Ebene blicken und im Abendlicht im Neuschnee auf der Marmolada landen. Mann wäre das ein Erlebnis.

Im September habe ich es dann wirklich ausgetestet, habe ohne große Hoffnung die Wahrheit der Fiktion gegenübergestellt und bin zuerst zur Seiser Alm gefahren. 350 Km ab Augsburg, eigentlich gar nicht so viel.


Am Westabbruch dieser ausgedehnten Alm-Hochebene unter den Abstürzen des Schlern bricht ein steiler Waldhang ins Tal Richtung Kastelruth hinunter. Hier sind übrigens die bekannten Kastelruther Spatzen zuhause (ächtz,würrggg), die Südtirol musikalisch in aller Welt missbraucht haben. Von deren Heimatort also kommend parkt man am ersten Lift und läuft in 20 min die Teerstraße hinauf zum Spitzbühel. Der Lift braucht fast genau so lange, kostet aber auch nur 6 DM. Eigentlich ist dieser Spitzbühel kein Gipfel und spitz ist er auch nicht, aber er gibt einen schönen Startplatz für Modellflieger, Drachen und Gleities ab.

Erstere vor allem sind recht praktisch, zeigen sie uns doch, wo ab dem frühen Nachmittag die Bärte stehen. Ausserdem zeigen sie was fliegen heißt, denn wenn die ihre höllisch pfeifenden Segler mit 150 Sachen im Rückenflug eiskalt lächelnd 10m über der lieblichen Almwiese abfangen, bleibt zumindest mir die Luft weg.

Für uns wird’s dann gemütlicher, sind doch die Aufwinde zwar recht zuverlässig, aber nicht besonders stark. Hat man ein paar hunder Meter Höhe gemacht, nimmt man den kleinen Ausflug Richtung Norden zum nächsten Hügel in Angriff und geniesst den Blick über die Almwiesen bis zum Langkofel und zum Schlern.

Nach einer kleinen Strecke bin ich persönlich leider abgesoffen und konnte mir eine wunderschöne Kuhweide zum Landen aussuchen. Leider hatten die Viecher Junge, und einen nasenberingten Stier dabei, was mir einen kleinen Kampf und schnelle Flucht bescherte. Ob da rote Schirme noch übler sind als gelbe? Eine Frage für‘s Gütesiegel!

An den nächsten drei Tagen war das Sellajoch angesagt, wobei ich immer vom Col Rodella (2486m) aus startete. Dieser unscheinbare Gipfel mit Sendemast ist von der Passhöhe über einen guten Fahrweg in ca. 45min zu Fuß zu erreichen. Alternativ bietet sich während der Saison die Seilbahn von Campitello aus an, die einen für moderate 13,50 DM nach oben befördert. Am Parkplatz kann man auch mit dem Wohnmobil stehen, ohne Ärger zu bekommen. Der Hauptstartplatz liegt etwas unterhalb der Bergstation, südlich unter dem felsigen Gipfel. Hier geht es etwa ab 12 Uhr, wer früher starten möchte kann auf der anderen Seite des Sellapasses die Wiesen zum Fuß der Sellatürme hinaufwandern, wo es angeblich schon um 11 Uhr trägt. Wenn’s nicht zum Fliegen geht, hier ist schon der alte Trenker rumgeklettert. Heute machen es ihm jedes Wochenende Myriaden von Kletterern nach.

In drei gigantischen Tagen konnte ich fast alle Träume, die man von einem verlängerten Herbstwochenende in den Dolomiten hat verwirklichen.

Vom Col Rodella aus geht’s mit mäßiger Gipfelüberhöhung in die Südseite des Lankofelmassives wo einen meist gute Thermik bis über den ersten von vier einfach zu erfliegenden Dolomitenstöcke trägt. Die steilen Wände, die zerklüfteten Spitzen geben gerade aus der Luft eine beeindruckende Kulisse ab. Von hier aus führt die Route nach Südwesten immer auf der Nordseite des Fassatales entlang in etwas gemäßigtere Gefielde. Vaiolettürme und Rosengartenspitze, berühmte Kletterziele, scheinen mir von oben leider nicht mehr so toll, wie ich mich dort als Kletterer gefühlt habe.

Vor dem Karerpass drehte ich um, wobei dessen Überquerung keine besonderen Schwierigkeiten bietet. Die Basis ist hier deutlich niedriger als am Startpunkt, die Berge allerdings auch. Für den Rückweg scheint es selbst am späten Nachmittag deutlich einfacher zu sein auf der selben Talseite zu bleiben, wenngleich die südliche auch möglich ist. Zurück am Langkofel geht’s nun nach Nordost über das Sellajoch zum Sellastock. Dessen Ausläufer, die Sellatürme südlich ansteuernd findet man recht zuverlässig Anschluss und quert weiter zur Pordoispitze. Deren glatte Gipfelebene mit riesiger Bergstation, die zum Toplanden einlädt, soll allerdings sehr schwer wieder zum starten sein. Also lieber Höhe gemacht und nach Süden über den Grasberg Belvedere die Königin des Gebietes, die vergletscherte Marmolada angesteuert.

Da hatte ich schon Herzklopfen, diesen Riesen mit seiner berühmt berüchtigten 1000m Südwand mit dem Schirm anzugehen. Auf der Querung von Belvedere zum Fuß des Marmolada-Westgrates hatte es Gerlinde und Wolfgang tags zuvor übel runtergespült. Wahrscheinlich war der NO-Wind zu stark. Ich hatte Glück ( Gerlinde und Wolfgang diesmal auch) und an “meinem” Tag stand der W- Talwind sauber auf dem Belvedere. Die Thermik trug bis weit übers Tal und schenkte mir einen komfortabel hohen Einstieg in die Südseite des schroffen Westgrates. Der Weg zum Höhepunkt war frei!

Auf 4000m über der Marmolada zu schaukeln, den Blick nur durch die Kurzsichtigkeit begrenzt entlockte mir ungeahnte Sangeslust. Gott sei Dank, ist da oben so viel Platz für jeden, dass ich mich daran alleine erfreute. Von oben den “Weg durch den Fisch” zu sehen, diese bekannte Extremklettertour durch die Südwand, an deren Fels ich wohl nie Hand anlegen werde tröstete mich auch auf recht angenehme Weise. Der Blick war wirklich frei von der Ebene bis zu den Zillertaler Eisriesen und den Gedanken gar, war nicht mehr die geringste Grenze gesetzt.

Unten, auf dem strahlend weiss blitzenden Gletscherplateau (oder heisst das jetzt Platoo? oder Platoh?), waren tatsächlich einige Kollegen gelandet und die Krönung des Tages wäre es sicher gewesen, aber ich habe mich nicht getraut und bin mit meinen 4000m lieber sicher zum Landeplatz in Campitello geschwebt. Hände verschränkt, locker zurückgelehnt, Langkofel- Sella- und Pordoi-Gruppe in der Abendsonne betrachtend und dazu ein lustiges Liedlein der “Spatzen” auf den Lippen, das ist fliegen!

Ein paar Wingover zum Schluss, ich glaube ich habe es jetzt heraus, bringen mich zum großzügigen Landeplatz neben der Bahn. Ich bin happy und weiss jetzt, warum dieses Gebiet so bekannt und beliebt ist.


Ciao, bis zum nächsten Jahr.

Markus Schmidt

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