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Flugreisebericht Frankreich - Provence

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Flugreisebericht Frankreich – Provence

Hi!
Wir sind zurück aus der Provence und hier ist ein kleiner Bericht dazu! In den nächsten Tagen werden auch die Segelflugbilder fertig sein und kommen dann noch dazu. Außerdem wird Jan auch noch was schreiben…

Andy´s Bericht

 

Saisonstart Provence 2001


Yeah…22:45 Samstagabend. Jan und ich stehen an der Kasse der DEA, blicken raus auf den guten alten Bully und sind uns sicher, dass er uns auch diesmal bis ans Ziel bringen wird. Dieses ist diesmal die Provence, denn dort kommen im Februar sowohl wir Gleitschirmpiloten als auch er, der Segelflieger auf unsere Kosten – hoffen wir. Derweil staut sich eine ansehnliche Schlange zusammen und der Kassierer ist langsam sichtlich genervt. Aber Sprit ist in Frankreich teuer und so machen wir nicht nur den Tank voll… Eineinhalb Stunden später stehen wir an einem Schweizer Rastplatz und genießen einen herrlichen Ausblick über das nächtliche Lichtermeer um den Bodensee – und sorgen dafür, dass wir nicht mehr ständig von den Fahrzeugen hinter uns Lichthupe bekommen. Die können uns nämlich nicht sehen, zum einen weil Ronny versehentlich die Rücklichtersicherungen rausgetreten hat, zum anderen weil der Bully eine solche Rauchwolke hinter sich bildet, dass man unsere Fahrt wahrscheinlich auf dem Satellitenbild verfolgen konnte. Dennoch bringt er uns tapfer mit achtzig voran und irgendwann wache ich auf, diesmal blicken wir auf das Lichtermeer um den Genfer See. Da die andern gerne weiter fahren haue ich mich wieder aufs Ohr. Irgendwann – wollen sie mir später weismachen – wäre ich doch tatsächlich aufgestanden damit sie den Ersatzkanister herausholen hätten können. Mitbekommen habe ich davon nichts… Für mich geht die Fahrt erst in Frankreich weiter, auf einem Pass trinken wir Sündteuren Kaffee und dann geht’s wirklich in Richtung Provence.

Um halb zwölf sitzen wir gemeinsam beim Frühstück auf dem Chabre und genießen die Sonne, die Landschaft und das Gefühl angekommen zu sein…
Die Straße auf den Chabre war das erste Abenteuer des Tages, die kommt kein Holländer hoch, meinen wir. Zehn Minuten dauert es bis das erste Auto kommt, und dieses hat das gelbe Nummernschild… Nach ausgiebigem Frühstück sehen wir die ersten Schirme in der Luft hängen und uns hält nicht mehr viel. Beim Palaver mit den Einheimischen merken wir schnell, dass der Trip gleichzeitig ein Crashkurs für unser angestaubtes Französisch wird. Die Thermik ist schwach und eng, es ist ein zähes gebohre und doch saufen alle ab. Dennoch, wir sind geflogen und fahren nun guter Laune gen Saint Auban, dem Segelflugmekka. Dort nehmen wir uns ein Zimmer, das ist billiger als Camping und bietet mehr Komfort. Ronny und schlafen im Bully (nicht aus Not, aus Überzeugung) und klettern allmorgendlich bei Jan durchs Fenster.


Am nächsten Tag bekommen wir trotz der anwesenden Meteo France Leute keinen brauchbaren Wetterbericht, es ist wohl irgendwie Nordwind. Ronny und ich beschließen den Lure zu exploren. Da auf den umliegenden Bergen kein Schnee liegt bedenke ich bei der Routenwahl nicht, dass an der Nordseite des Lure vielleicht doch noch etwas liegen könnte…Fehler! Nachdem wir uns schon recht weit den Berg hinaufgearbeitet haben liegt irgendwann mehr und mehr Schnee auf der Straße. Trotzdem fährt es sich gut die schmale Straße hinauf, der Schnee ist hart und wir bester Laune. Irgendwann geht es aber nicht mehr ohne und deshalb ab nun mit Schneeketten. Die bringen uns wieder weiter hinauf, doch bald geben wir auf, der nächste Bully muss ein allrädriger werden! Ronny fährt die Straße wieder rückwärts runter und ich hänge mich an ein Seil und carve vor dem Bully. Das macht tierisch Spaß, bis der Bully irgendwann hinten ganz langsam ausbricht, quer auf der Straße steht und auf einer Eisplatte Richtung Abgrund rutscht. Zum Glück kann ich ihn schnell mit einem Stein blockieren. Nun beginnt harte Arbeit. Denn bis zur Kante ist es nicht weit… Ronny probiert´s immer wieder rückwärts und ich schiebe Stück für Stück einen Stein nach. Dabei schaufelt er mir mit den Rädern reichlich Schnee ins Gesicht, mein Bedarf für heute ist gedeckt…
So machen wir etwa fünfundzwanzig Zentimeter gut und können – nachdem wir die ganze Straße vor dem Wagen von Eis befreit und mit Kies gestreut haben – den Versuch wagen. Der gelingt, einen zweiten hätten wir wohl nicht gehabt…
Doch wo fliegen? Um ein weiteres Gebiet zu erkunden ist es zu spät, wir beschließen auf einen der kleinen bewaldeten Hügel zwischen dem Lure und dem Tal zu laufen. Den Bully parken wir an einer kleinen Lichtung im Wald auf der wir glauben, dass man Landen können sollte… Dort steht auch eine verlassene Hütte mit gemütlichen Holzbänken und wir gönnen uns erst einmal ein ausgiebiges Mittagessen in der wildromantischen Einsamkeit der Landschaft. Es ist warm und unglaublich ruhig…gut erholt nehmen wir also die Packsäcke auf den Rücken und wandern los. Nach eineinhalb Stunden umwegigen Marsches auf niederen Hügel sehen wir die kleine Lichtung und uns drei Fragen gegenübergestellt: Kommen wir weg vom Boden, dann bis zum Landeplatz und können wir da auch landen? Give it a try lautet unser Motto und so versuchen wir vom flachen Hang wegzustarten. Der Seitenwind ist dabei keine große Hilfe und Ronny braucht drei Anläufe bis er einen Weg im Slalom zwischen den Büschen in die Luft findet. Ich starte hinter ihm, muss erst einmal den halb geklappten Flügel öffnen. Am ende der Wiese hebe ich schließlich ab und kann in leichtem Aufwind etwa 30 Meter gegenüber Ronny gutmachen. Zwischen unserer kleinen Lichtung und uns ist nichts als Wald, aber wir schaffen es beide und ich habe sogar noch Höhe übrig, ein paar wingover sind noch drin.
Die Landung macht keine Probleme und wir sitzen noch lange am Landeplatz, die Eindrücke eines kurzen aber außerordentlich schönen Fluges genießend…
Und so kehren wir sehr glücklich zum Segelflugplatz zurück. Dort treffen wir Jan, der heute einen schönen dreistündigen Flug mit Eric gemacht hat. Und so lassen wir den Tag gemütlich ausklingen, über das nicht gerade gelungene Essen kann heute keiner unglücklich sein…

Es ist Dienstag, auch heute sind die Wetterinformationen nicht von besonderem Nutzen. Für den Bereich westlich des Durancetals ist starker Wind angesagt, im Osten soll dieser wesentlich werden sein. Angesichts der besseren Wetteroptik im Osten beschließen wir auf die 20Knoten Nordwind im Westen zu verzichten und heute einmal die Dormillouse kennen zu lernen. Wir wählen die Route durch das Bléonetal um mal einen Blick auf den Parcours werfen zu können. Dabei bemerken wir bald die zwei unterschiedlichen Basishöhen, von denen unsere Segelflieger auch noch zu berichten wissen. An der Dormillouse angekommen stellen wir einen zunehmenden Ostwind fest, was da hereinkommt sieht fast wie ein Ausläufer eines Genuatiefs aus. Jedenfalls scheint ein Start auf der Dormillouse sinnlos und wir fahren nur bis auf halbe Höhe hinauf. Die Sonne wird zunehmend abgeschattet von der hereinkommenden Luftmasse und so entsteht eine phantastische Wetteroptik. Im Süden die schnell hereinziehenden Wolken, im Norden dagegen stehen die Lentis. Die Segelflieger werden wieder Welle fliegen…
Wir starten zügig, aber auch heute wird es ein gebohre. Über einem Geröllfeld kann ich mich etwa zehn Minuten halten aber ich mache kein bisschen Höhe. Dass ich eben doch nur ein Mensch bin zeigen mir heute zwei Adler, sie steigen unter mir ein, drehen an mir vorbei und ziehen majestätisch und erhaben mit den gewonnenen Höhenmetern davon. Derweil kommen die Bäume näher und ich fliege in Richtung Landeplatz. Unterwegs finde ich nochmals etwas Steigen und versuche wieder es zu zentrieren. Ich lege vier Kreise hin, jedes Mal noch dichter an den Bäumen. Doch es hilft nichts, heute ist nichts mehr zu holen. Immerhin schaffe ich es zum Landeplatz… Obwohl wir jetzt drei Tage lang keine Flüge gemacht haben, die durch große Zahlen glänzen staunen wir selbst darüber welch guter Laune wir sind und wie viel Spaß uns diese Fliegerei doch macht. Fliegen bedeutet eben nicht nur in der Luft zu sein…
Am Abend gehen wir mit Jan und Marc Essen. Natürlich wird viel übers Fliegen geredet, aber Marc weiß auch viel über das Leben in Amerika zu berichten und es ergeben sich interessante Gespräche. Die Krönung ist der Kellner, mit dem ich mir hitzige Gefechte in multilingualer Verbalakrobatik liefere…

Mittwochmorgen, nichts genaues übers Wetter weiß man nicht, wollen wir wieder einmal auf den Chabre fahren. Etwa zehn Kilometer vor wir da sind befehle ich Ronny den Bully um 180 Grad zu wenden, die geniale Wolkenoptik im Osten sagt mir, dass wir einen großen Fehler verhindern müssen. Also fahren wir über Sisteron hoch nach St.Geniez. Dieses Dörfchen liegt 1100m hoch gelegen in einem einsamen Hochtal. Von dort geht es zweihundert Meter hinauf zu einem Startplatz. Dort oben treffen wir auf provencalische Gemütlichkeit wie man sie sich vorstellt. Zwei langhaarige Männer in schlabberigen Klamotten werfen ganz gemächlich ihre Bocciakugeln. In den kommenden Tagen sehen wir sie entweder bei ihrem Bocciaspiel oder dabei, wie sie mit einem Radlader Steine durch die Gegend fahren. Was sie genau machen weiß niemand so recht… Oben angekommen hängt bereits eine gelbe Flugtextilie in der Luft und ein breites Grinsen macht sich bei uns breit.
Das Gebiet ist ein Traum: Schöner Startplatz nach Süden und dann eine etwa fünfhundert Meter lange Felswand, volle Südseite. Hinter uns erhebt sich dann noch der Gipfel, etwa vierhundert Meter höher.
Beim ersten Flug gehe ich noch nicht so recht an die Felswand ran, dort bewegt sich die Luft doch sehr und in meiner Kappe ist viel Bewegung. Nach einer halben Stunde bin ich im Tal gelandet und mir nicht mehr ganz so sicher bezüglich meines neuen Flügels. Ich befürchte fast mir könnte damit der Spaß am Fliegen vergehen.
Außer uns ist nur Bruno da, er hat ´84 das Gleitschirmfliegen angefangen, weil ihm Drachenfliegen zu gefährlich wurde…
Wir verstehen uns prächtig und haben viel Spaß miteinander. Am Startplatz stellen wir unsere Campingstühle auf, legen die Füße hoch und genießen den Tag. Für den zweiten Flug packe ich den Relax aus. Schon der Start ist ein Problem und wir schlaufen erst mal alle A-Leinen ein. Danach geht es etwas besser, doch ich kann mich nicht so recht halten. Ich bohre an der Felswand, immer mit dem trügerischen Hintergedanken ich könne im Zweifel ja noch auf dem Forstweg landen… Das wird schon bald nötig und ich sehe, daß dies nicht allzu einfach ist. Letztendlich treffe ich ganz gut, aber der Weg ist schmal und so hänge ich den Schirm doch noch über ein Zwei-Meter-Tännchen. Wieder oben angekommen verstaue ich den Relax wieder und nehme insgeheim Abschied von diesem Flügel, mit dem ich so viele schöne Flüge erleben durfte. Aber jetzt ist er einfach „durch“…
Ich schnappe mir den Proton S und traue mich damit auch deutlich näher an den Hang. Der Flügel ist wendiger als mein Aron, kein Wunder ist er ja auch einiges kleiner. Immer wieder ziehe ich in Ameisenkniehöhe über den Landeplatz und genieße die hohe Wendigkeit. Aber gleichzeitig kriege ich richtig Lust auf meinen Argon und lande Ronny vor die Füße.
Mit dem Argon fliege ich bis kurz vor sechs, als dann wirklich nichts mehr geht.

Jan binden wir an diesem Abend einen Bären auf und erzählen ihm am Chabre sei nichts gegangen, tun so als wären wir stocksauer. Bei Jan ging heut wirklich nichts und so heben wir die allgemeine Stimmung indem wir ihm von unserem neuen fliegerische zu Hause erzählen und den schönen Stunden in der Luft.

Zwei Tage später heißt es Abschied nehmen vom Trâinon und den anderen Fliegern. Zwischen dem ersten Flug und jetzt liegen viele Flugstunden. Und in diesen konnte ich viel Vertrauen zu meinem Schirm gewinnen!
Yeah, ich liebe es wahrhaft mit dem Flügel die Felswand abzugrasen, das Gefühl von am-Gleitschirm-hängen zu verlieren und stattdessen selbst zu fliegen, eins zu sein mit dem Flügel. Ganz selbstverständlich ist es für mich geworden mit dem Gewicht stets leicht weg vom Hang zu gehen um bei Klappern nicht die Wand vor mir zu haben. Immer weniger habe ich dieses Gefühl von Blindheit, die vielen Dinge die der Schirm mir zeigt nicht verstehen zu können. Intuitiv lege ich die Wenden ins beste Steigen und nutze jeden Höhenmeter um weiter über die crête zu kommen. Ich fliege ganz locker und der einzige größere Klapper den ich hatte hat mich zu meinem eigenen Erstaunen noch nicht einmal erschreckt. Zum Streckenfliegen sind wir nicht gekommen, das war aber auch nie unser Ziel. Vielmehr wollten wir uns auf die neuen Geräte einfliegen und das Equipment sauber abstimmen. So habe ich zwei Flüge mit 17kg zusätzlichem Ballast gemacht, wobei sich das Landen dann doch als halbwegs anspruchsvoll erwies.

Und so schnell werde ich auch nicht vergessen, wie Eric kurz vor sechs in der letzten Thermik des Tages mit der eleganten ASH 25 sehr tief über unsere Kappen hinwegzog und wir uns gegenseitig zuwinkten.

Am Samstag wurde das Wetter schlechter und so brachen wir schon um die Mittagszeit auf, ohne noch einmal zu fliegen. Der Bully brachte uns zuverlässig nach Hause wohin wir mit jeder Menge schöner Erinnerungen zurückkehrten.

Andy

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