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Flugsport für Rollstuhlfahrer am Chiemsee

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Flugsport für Rollstuhlfahrer am Chiemsee

Chiemgau online berichtet: Auch Rollstuhlfahrer können fliegen. Der Traum von Freiheit, Unabhängigkeit und Glück ist heute selbst für Querschnittgelähmte kein Wunschgedanke mehr. Ob Drachen-, Gleitschirm- oder Ultraleichtfliegen, ob Fliegen im Segel- oder Motorflugzeug, Fallschirmspringen oder gar Bungee-Jumping – Flugsports kann “Rollis” Lebensqualität und Selbstvertrauen geben, wie das Beispiel von Petra Kreuz zeigt…

Wenn sich die Überseerin in die Lüfte schwingt, erfüllt sie ein überwältigender Moment. Die Bodenhaftung zu verlieren, kann für sie kaum schöner sein. Sie mag die Ruhe. Das leichte Balancieren im Wind, sich gleitend im einsamen Raum verlieren und ihn dennoch für den Moment gewinnen – ein phantastisches Erlebnis in der Einkehr zu sich. Ihre Sinne sprechen eine andere Sprache als noch Minuten zuvor. Sie grüßt Vögel wie Passanten, an denen man flüchtig vorbeihuscht, lässt sich treiben von sanften Böen bei strahlendem Licht. Ein Gefühl der Leichtigkeit und Lust betört sie.

Seit ihrem Unfall im September 2000 ist die heute 40-Jährige querschnittgelähmt. Schon vorher war das Energiebündel eine begeisterte Drachen- und Gleitschirmpilotin. Die Lust nach dem Abenteuer hat sie nie verlassen, während ihres einjährigen Klinik- und Reha-Aufenthalts sogar neu gepackt. Kurzerhand konstruierte sie sich ein voll gefedertes Gestell mit einem auf sie abgestimmten Gleitschirmgurt, von zwei Rädern hinten und einem vorne getragen. Seither gleitet sie wieder mit Enthusiasmus am Himmel.

Auch Rainer Bürger, Fluglehrer für Drachen-, Gleitschirm- und Ultraleichtfliegen, weiß um die Möglichkeiten des Flugsports für mobilitätseingeschränkte Menschen. “Behinderte können das Drachen- und Gleitschirmfliegen lernen und ausüben, wenn sie in der Ausbildung, bei der Prüfung und im Flugbetrieb einen sicheren Umgang mit ihrem Fluggerät zeigen.” Bürger ist Beauftragter des Deutschen Hängegleiter Verbandes (DHV) für Flugsport mit Behinderten. 1994 hat er seine Diplomarbeit über “Drachenfliegen mit Behinderten” geschrieben.

Richtlinien gibt es beim Drachen- und Gleitschirmfliegen für behinderte Flieger nicht. Schließlich käme es nicht “auf die Beherrschung komplizierten technischen Materials an, sondern vor allem auf die richtige Einschätzung und den verantwortungsvollen Einsatz der individuellen Fähigkeiten”, so Bürger. Ob jemand flugtauglich ist, hängt je nach Flugsportart von diversen Faktoren ab. Deshalb sei immer eine individuelle Beurteilung nötig. Bei entsprechender Adaption und Vorbereitung gäbe es für behinderte Piloten jedoch “kaum Nachteile gegenüber nichtbehinderten Piloten”, wie Bürger sagt.


Wer dem Horizont als motorisierter Luftikus begegnen möchte, richtet sein Augenmerk auf den Motorflug. Ein solcher Himmelsstürmer ist auch Michael Amtmann, Gründer der Bewegung “Die Rolliflieger”. Amtmann liebt und lebt den Motorflugsport an fast jedem Wochenende und kommt auf etwa 40 Flugstunden im Jahr. Unzählige Stimmungsbilder hat er dabei gesammelt. Wichtig ist für ihn vor allem das Wetter. Gute Sicht ist Voraussetzung für sein Aufsteigen, das er in seinem Verein bei Aschaffenburg auch schon mal in nächtlicher Dunkelheit begeht. Gerne denkt er zurück an einen Flug bei sternklarer Nacht in über 2000 Meter Höhe. Ebenso schwärmt Amtmann vom Winterflug. Dies sei “ein ganz besonderes Erlebnis, auch wegen der deutlich besseren Leistung des Flugzeugs bei kalter Luft.” Sein viersitziges Motorflugzeug mit 150 PS hat sich der Rolliflieger zusammen mit drei anderen Piloten gekauft.

Anders gestaltet sich die Konstruktion für Rollstuhlfahrer bei Segelflugzeugen. Bei Ultraleichtflugzeugen gibt es einzelne Umbauten, Neukonstruktionen sind aber wegen des Aufbaus und des Zulassungsverfahrens einfacher und billiger. Ultraleicht ist die Drachenflugvariante mit Motor. Diese kann auch als “Trike” im Sitzen geflogen werden. Die größte Hürde für Bewerber mit Handicap ist sowohl beim Motor- und Segelflug als auch beim Ultraleichtflug das fliegerärztliche Tauglichkeitszeugnis. Ein Flugmedizinischer Sachverständiger muss ausreichende Gesundheit und Körperfunktionen bescheinigen, damit dem Traum vom Fliegen nichts mehr entgegensteht.


Motorisiert fliegen auch Karl Stückle und Eckard Kirsch gen Himmel. “Ohne Rolli, aber mit Flugbegleiter”, wie Stückle sagt. Mit einem Motorflugzeug steigen die beiden querschnittgelähmten Extremsport-Anhänger in 4000 Meter Höhe auf, um sich dann mit einem Fallschirm in die Tiefe fallen zu lassen. “Ein atemberaubendes Gefühl”, schwärmt Kirsch von seinem Tandemsprung mit einer Spitzengeschwindigkeit über 240 km/h. “Als ich unten war, hätte ich sofort noch mal fliegen können.” Noch tollkühner scheint der freie Fall bei Bungee-Jumping und Bridge-Swinging zu sein. Dies zeigten elf rollifahrende Extremsport-Abenteurer in Südafrika, unter ihnen auch Eckard Kirsch. Eine gute körperliche Konstitution und eine gehörige Portion Mut sind schon von Nöten, um sich aus 65 Metern Höhe samt Rollstuhl an einem Bungee-Seil von einer Brücke zu stürzen. Rainer Sampl, österreichisches Multitalent in Sachen Sport, sprang schließlich als Erster – und alle anderen stürmten auch hinunter. Einhellig war die Begeisterung, die dieser “Kick” bei den Rollifahrern hervorrief.

Die Lebenskunst ist bekanntlich die Lebenslust. Nicht nur diese Flieger haben das verinnerlicht. Kontakte zu leben, ist für Querschnittgelähmte bei keiner Flugsportart ein Problem mehr. Sie alle verbindet das Glücksgefühl Fliegen. Sie haben gelernt: Nur wer gängige Wege verlässt, kann eine Spur hinterlassen.

Quelle: Jan-Henrik Schultz, http://www.chiemgau-online.de/lokalnachrichten/tt_text.php?id=9101
Foto: Katrin Detzel

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