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Gleitschirmfliegen in Andalusien - Almunecar

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Gleitschirmfliegen in Andalusien – Almunecar

Reisebericht: Almuncar, Spanien

Autoren: Roland & Klaus URL: www.skyfool.com

 

Freitag, 30.03.2001

16:15 Uhr Ankunft in Malaga. Sofort haben wir unsere Taschen und noch wichtiger unsere Gleitschirme bekommen. Raus aus der Halle und Herbert suchen. Kein Herbert – fünf Minuten warten und da kam er, Fly&Fun T-Shirt an und Kippe im Mund. Nach kurzer Begrüßung sind wir dann zu seinem Auto und ab nach Almuñécar. 1 Stunde Fahrt und dann waren wir da – kleiner Ort an der Küste mit komischer Bebauung an der Strandpromenade. Egal, wir haben dann unser Auto (Renault Twingo) bei Herberts Frau abgeholt und sind zu unserer Hütte gefahren. Nettes Teil, drei Schlafzimmer, Küche, Bad, Wohnzimmer mit Kamin und … Meerblick auf der Terrasse. Abends sind wir dann zu unserem ‘Vermieter’ in die Kneipe gegangen, in der man auch sehr gut essen kann, Roland hat kaum seine Fischplatte aufbekommen. Zwei, drei Bierchen und ab in die Falle.

 

Samstag, 31.03.2001

Frühstück um 9:30 Uhr – Herbert kam um 10:30 Uhr mit den Wetterinfos. Da wir noch Anfänger sind haben wir uns entschlossen erst mal am ‘Hausberg’ (Loma del Gato, 345m) zu fliegen.

Wind passt auch dafür. Karl, ein weiterer von Herbert betreuter Flieger, kam auch noch — ab in die Autos und los Richtung  Hausberg. 10 Minuten steil den Berg rauf. Herbert gibt uns genaue Anweisung, die wir leider nicht so umgesetzt haben, wie es sich später rausgestellt hat.Kurzer Anstieg zum Startplatz. Herbert bleibt unten bei den Autos. Auslegen, Leinen sortieren, Funk einschalten, (Klaus: Headset klappt nicht mehr – Stecker defekt, Roland: Akku alle – erster Flug ohne Funk), Overall über die normalen Klamotten anziehen (wir haben 22 Grad) aufziehen und los.

Klaus’ Flug:


Nach einem Gewächshaus soll ich nach dem Hausbart Ausschau halten, aber nix geht rechts ab Richtung Orientierungspunkt auf einem Berg. Leider habe ich das nicht so ganz richtig verstanden und bin schön ins Tal verblasen worden und bin nicht über den Bergkamm geflogen und so hatte ich stärkeres Sinken. Leider hat dann einer der anderen Piloten sein LPD Testen wollen und ich hatte zwei Minuten nur Pipen auf dem Funkie – keine Möglichkeit die Anweisung von Herbert zu verstehen – ich bin dann rechts raus zum Strand. Über ein paar Häuser weg, das klappt noch, der Kran kam auch schon ganz nah, aber bis zum Strand schaffe ich das nicht mehr, also eine sehr-schlecht-als-recht Landung auf der Landzunge. Nix passiert, nur der Schirm hat sich um ein bisschen Grünzeug gewickelt.


Rolands Flug:

Nach kurzem Anlauf bin ich in der Luft, der Wind bläst recht kräftig und ich lasse mich ebenfalls etwas über den angepeilten Bergkamm versetzen. Erst mal absaufen. Aber dann finde ich doch noch einen 2er Bart und kletter langsam wieder etwas rauf. Zwei andere Piloten sind zeitgleich in der Luft und wir wechseln uns oben ab. Ein paar mal geht’s rauf und runter, dann wird der Wind recht stark und wir schaffen es gerade noch in die Nähe des Landeplatzes, dort geht’s senkrecht nach unten gegen den Wind (der zumindest mir nach der Landung ein paar Probleme macht, bis der Schirm endlich am Boden ist). Immerhin, der erste Flug in Almuñécar hatte eine Dauer von 22 Minuten

Da Klaus der erste unten war, hat Herbert mit ihm die zwei Autos vom Berg wieder an den Strand gebracht. Wir sind dann alle an ein anderen Startplatz zum Soaren gefahren. Leider war der Wind dort zu stark. Um die Zeit zu überbrücken bis wir dort wieder starten können, haben wir beschlossen RW-Aufziehen zu üben. Wir sind ja noch nicht so fit darin und müssen noch üben. Herbert hat uns dann wirklich gut Tipps geben können und an dem kleinen Hang am Meer konnten wir viel lernen. Aber so perfekt wie Karl (ein kleiner, drahtiger, gesetzter Bayer) können wir das lange noch nicht. Wir müssen noch viel üben. Der Wind war immer noch nicht gut genug und so sind wir um 16:30 Uhr zum Antonio eingekehrt und haben unser erstes Landebier genossen. Für den ersten Tag war es nicht schlecht – viel Sonne, ein Flug, und wieder was dazuglernt.

 

Sonntag, 01.04.2001

Das Wetter war mal wieder optimal: konstanter Wind und blauer Himmel! Heute sind wir zunächst zu den TV Antennen Otivar gefahren und konnten vom recht einfachen (= kurz und steil) Startplatz bei gutem Wind ein paar thermische Flüge genießen. Roland hatte schlauerweise sein Vario im Hotel liegen lassen und war recht schnell wieder am Landeplatz (nach ca. 25 Minuten). Das Landeplateau ist recht anspruchsvoll, die Landezone ist zweigeteilt: im ersten Bereich landet man Leeseitig einiger Pinien, der zweite Teil ist dann leicht links hinter den Bäumen verstetzt. Beim zweiten Flug hat’s dann aber trotz fehlendem Vario ganz gut geklappt und 200m Startüberhöhung waren drin. Klaus konnte sich länger halten, ca 1:20, auch mit ordentlicher Startüberhöhung. Ihm war doch ganz schön schlecht geworden in der ruppigen Termik. Nach drei Versuchen zu Landen konnte er nur mit starken Kreisen die Höhe vor dem Startplatz abbauen und mit etwas Rückenwind landen.

Gegen Mittag wurde es dann “a weng” zu thermisch hier und wir sind zum Adlerberg gefahren. Unterwegs haben wir noch eine Reisegruppe von der Flugschule Wildschönau aufgegabelt und mit zum Adlerberg genommen. Von dort haben wir den Abschlußflug des Tages (Start bei Seitenwind, Folge: ein Startabbruch bei Roland)  direkt zum Landeplateau am Strand, nah bei unserer Unterkunft gestartet. Wir konnten uns nochmal ca. eine halbe Stunde halten, der Wind wurde jedoch stärker, so daß der Landeplatz nur noch mit getretenem Beschleuniger zu erreichen war. Aber am Landeplatz selbst herschte glücklicherweise nicht mehr so starker Wind, die Landung geriet recht sanft. Auf zum Landebier mit allen Piloten zum Casa Antonio.  Ein gelungener Tag! Herbert sagt: “Was wollt ihr noch mehr?” Besser kann es wirklich kaum werden.

 

 

Montag, 02.04.2001

Heute weht der Wind etwas südwestlich und wir haben eine Inversionslage. Wir erwarten also nicht zu viel Thermik. Auf geht’s deshalb nach Orgiva zum Padre Eterno. Der geräumige Startplatz befindet sich auf 1500m, der Landeplatz (ebenfalls riesengroß) ist auf 300m. Wir (Karl, Klaus und Roland) erleben je zwei schöne Abgleiter, mit allerdings recht kräftigem Wind im Tal. Der Landeplatz (ca. 6,4 km Luftlinie vom Startplatz) läßt sich dennoch gut erreichen, wenn man sich (dank Herbert’s Einweisung) nicht zu sehr abdriften läßt. Die  Aussicht ist atemberaubend. Die Gruppe von der Wildschönau startet vom nochmal 500m höher gelegenen zweiten Startplatz und einige Piloten können sich eine ganze Weile am Hang halten, bevor sie auch zu uns herübergleiten. Ein schöner, ruhiger Tag nach den ganzen Turbulenzen gestern.

 

Dienstag 03.04.2001

Heute auch wieder Inversionslage. Herbert entscheidet, dass wir — wie Vorgestern — zu den Antennen nach Otivar fahren. Karl hat heute einen Tag Pause eingelegt, wie sich später zeigt, hätten wir das besser auch gemacht. Aber der Reihe nach: Oben am Startplatz wundert es uns, dass  wir allein dort sind. Herbert sieht mit seinen Adleraugen mehrere Vögel in der Termik kreisen “Heute geht es wieder super”. Wind passt am Startplatz, Schirme ausgelegt, Herbert hilft mit kleinen Tricks beim Leinensortieren, Vario an, Gurte eingehängt und los. Klaus startet zuerst Roland kurz danach. Aber nix geht – nur Absaufen. Klaus kann sich noch ein paar Sekunden länger als Roland halten, aber nach 15 Minuten ist schon Schluss.

Der Landenplatz an den Antennen ist nicht so einfach. Vorgestern war eine Gruppe dort, von 10 Piloten hat sich nur einer dort zu fliegen getraut. Man kommt von dem letzten Bergrad in einer Schleife auf den Landeplatz zu. Der Landeplatz hat eine L-Form mit einer kleinen Baumreihe im L-Knick. Das Problem ist, das man aus der Luft denkt, das passt nicht, weil der ganze Landeplatz exponiert auf einem hohem Plateau liegt man natürlich nicht am Ende runterfallen will. Deshalb landen die meisten Piloten weit vorne, obwohl viel Platz ist. Roland  hat die Landung noch ganz gut hinbekommen, bei Klaus wurde es recht eng, da er die letzte Kurve zu gross gemacht hat und fast ins Lee gedrückt wurde. Naja gelandet ist er brav auf dem Weg aber der Schirm ist über die Kante in die Sträucher – hat er nicht schnell genug reagiert – Folge: eine halbe Stunde in den Dornenbüschen den Schirm rausfischen. Nicht so toll. Herbert kam schon vom Berg wieder runter und hat uns erst einmal die Leviten gelesen, dass wir keine Termik aufgerissen haben und wie beschissen Klaus gelandet ist.

Also nach dem Wind geschaut und nochmal den Berg rauf. “Jetzt will ich aber was sehen, Jungs” Ausgelegt eingehängt und los….los gingen die Probleme. Klaus zieht auf, bremst zu start, Schirm hebelt ihn aus, dann schiesst der Schirm vor uns bekommt einen Frontstallt, der sich sofort wieder öffnet und Klaus startet. Bei Roland läuft es auch nicht besser: beim Auslegen fliegt ihm der Schirm um die Ohren und der Start war dann auch nicht so toll. Wir haben einfach noch zu grosse Probleme bei Starkwindbedingungen. Die Schirmkontrolle muss noch verbessert werden. — Bei Herberts Funkie waren die Akkus leer und so konnte er uns keine Anweisungen geben. Klaus hatte dickes Steigen nach dem Start und ist dann bescheuert aus der Termik gefallen, dann ist er zielgerichtet in den nicht aktiven Bereich geflogen und abgesoffen. Bei Roland war es auch nicht viel besser nur geringes Steigen sonst nur saufen. Die Landung war dann bei uns   okay. Und dann kam Herbert den Berg runter und hat uns ganz schön wegen der schlechten Starts und der schlechten Flüge zurechtgestaucht.

War nicht unser Tag heute. Die Basis sauste dann schon auf den Startplatz zu und verhüllte ihn in Wolken. Für die anderen Fluggebieten stand der Wind schlecht. Also zurück zu unserm Strand, einen Kaffee an der Bar getrunken und um 15:00 Uhr war für heute Schluss. Ist wohl auch besser so, morgen ist ein neuer Tag.

Mittwoch, 04.04.2001

Ein erster Schock am Morgen: Nordwind! Keines der küstennahen Gebiete ist bei Nordwind fliegbar. Aber Herbert weiß Rat: wir fahren Richtung Granada nach Cenes de la Vega, dort gibt es ein nordwindtaugliches Fluggebiet mit zwei Startplätzen und einem Landeplatz direkt am Ort. Über eine bucklige Piste geht’s nach der Landeplatzbesichtigung zunächst zum tieferen Startplatz. Der Startplatz ist riesig, dort passen bestimmt 20 Schirme hin. Wir sind aber nur zu zweit und haben also allen Platz der Welt. Herbert überredet uns zum Rückwärtsstart, der uns auch beiden (nach einigen Anlaufschwierigkeiten) gelingt. Wieder was gelernt, aber: noch verbesserungswürdig. Beim ersten Flug können wir schon ein wenig in der Thermik kreisen, aber wir sind trotzdem nach 20-30 Minuten wieder am Landeplatz.

Nach kurzer Beratung entscheiden wir uns für den zweiten Flug für den höheren Startplatz. Der hat allerdings ein für uns zunächst herausforderndes Problem: der zweite Startplatz liegt einen Bergkamm hinter dem tieferen, der Landeplatz ist nicht zu sehen und auch nur bei entsprechender Startüberhöhung zu erreichen. Zu unserer Beruhigung gibt es allerdings einen brauchbaren Notlandeplatz im Tal, so daß wir uns für den Start entscheiden. Wieder geht es rückwärts raus. Trotz guter Aufwinde an der Abrißkante des Startplatzes saufen wir alle beide zunächst heftig ab, kämpfen uns mit viel “gesoare” aber wieder nach oben und schweben schließlich deutlich über dem Startplatz.

Jetzt wagen wir uns daran das Tal zu queren um über den nächsten Bergrücken zum Landeplatz zu kommen. Klaus kommt dabei sehr hoch über dem Bergrücken an, Roland muß sich auf der anderen Talseite nochmal etwas hochkämpfen. Wir schaffen es beide über den Kamm, und bekommen noch mal kräftiges Steigen! Über dem tieferen Startplatz steht ein kräftiger Bart. Anschließend fliegen wir gemütlich zum Landeplatz und landen kurz hintereinander. 60 bis 90 Minuten waren wir in der Luft. Schön! Unser erster Streckenflug, Klaus schaut auf sein GPS – 20km insgesamt geflogen, okay mit der Soarerei am Startplatz (300m Startüberhöhung) – aber nicht schlecht- denken wir.

Das Landebier zur Pizza in Cenes haben wir uns verdient! Jeden Tag bisher mindestens zwei Flüge gehabt – wie soll das nur weitergehen :-)

Donnerstag, 05.04.2001

Den heutigen Tag vergessen wir am besten ganz schnell wieder. Bei zunächst eher schwachem Wind sind wir nach Alfamar gefahren. Dort gibt es einen höheren und einen tieferen Startplatz, der erste Start geht vom oberen los, wir erleben einen eher ruhigen Sinkflug zum Landeplateau in Almunecar, bei unserer Bucht. So weit so gut.

Der Wind ist in der Zwischenzeit etwas stärker geworden, wir starten also am tieferen Startplatz und versuchen am Hang oberhalb einer Schnellstraße etwas zu soaren. Nichts Rechtes gelingt, und wir saufen erneut ab. Landeplatz für den tieferen Startplatz ist der Strand unterhalb des Hanges. Bis dorthin müssen allerdings einige Stromleitungen passiert werden, der Strand ist von Hügeln eingefaßt. Klaus kommt etwas zu tief durchs Lee hinein, landet aber trotzdem noch am Strand. Roland kommt zu hoch hinein und bemerkt nicht, daß der Wind am Landeplatz gedreht hat. Für Rückenwind ist der Landeplatz viel zu klein und schneller überflogen als gedacht. Der Hügel kommt bedrohlich nahe, aber ein rettendes Plateau erlaubt eine Notlandung. Anschließend dauert es eine halbe Stunde, den Schirm aus der felsigen Wand zu bergen. Wir haben anschliessend beschlossen, den heutigen Flugtag nach den zwei Flügen zu beenden. Wir müssen wohl noch einiges lernen!

Freitag, 06.04.2001

Heute war wieder ein guter Tag. Am Morgen will Klaus von unserer Wohnung zum Strand schauen, aber man kann den Strand gar nicht mehr sehen – alles voller Nebel. Wir haben 95% Luftfeuchtigkeit und der Nebel zieht vom Meer ganz langsam die Berge am Strand hoch. Herbert meint wir können trotzdem am Adlerhügel starten. Da haben wir keinen Bock drauf, weil wir uns nicht wieder diese schwierige Navigation hier an der Küste antun wollen. Also entscheiden wir gemeinsam nach Orgiva zu fahren.

Die richtige Entscheidung: dort angekommen ist Nichts von Nebel zu sehen, der Landeplatz ist frei und wir entschliessen uns hoch zu fahren. Am Startplatz, den wir vom Montag kennen, überlegen wir noch höher zu fahren. Wir finden den oberen Startplatz nach einigem Suchen auch auf 2000m über N.N. und 1700m über dem Landeplatz. Wow. Auslegen am steilen Weg und ab ins Gurtzeug und los. Klaus kommt gut weg, bei Roland klappt es beim ersten Start nicht aber dann kommt er auch gut raus.

Der Blick über das Tal ist atemberaubend. Ein sehr schöner ruhiger Flug. Klaus gelingt es einen Bart zu zentrieren, aber dadurch lässt er sich zu weit in das Tal abtreiben und muss gegen den Wind ganz schön kämpfen um mit ausreichender Höhe den Landeplatz zu erreichen. Roland kommt sehr hoch am Landeplatz an und kann sich dort noch mit Steigen eine Zeit lang gut halten bis auch er sicher landet. Klaus schaut auf sein GPS – 13km Flug liegen hinter uns.

Wir kaufen in der Kneipe am Landeplatz noch Wein für unsere Girls ein, und fahren glücklich wieder nach Almunecar. Roland muss mit Herbert noch vier neue Piloten aus Österreich am Flughafen in Malaga abholen. Heute Abend gehen wir mit denen feiern. Eine Woche ist rum und wir waren insgesamt 7 Stunden in der Luft. Das hätten wir mit unserer geplanten Reise in Mitteleuropa wohl nicht geschafft.

Die Fahrt zum Flughafen ist allerdings ein kleines Abenteuer für sich: erst hat der Flieger mit neuen Piloten etwas Verspätung, dann passiert ein kleiner Parkrempler am Flughafenparkplatz (Folge: ein kaputtes Rücklicht am Miettwingo – die herbeigerufene Polizei regelt glücklicherweise alles unbürokratisch und schnell), und auf der Rückfahrt hat der Twingo dann auch noch eine Reifenpanne auf der Autobahn: auf dem Standstreifen alles Gepäck raus, Reserverad raus, wechseln und weiter. Genug Pech für heute, aber Hauptsache: die Flüge heute waren super!

Samstag, 07.04.2001

Frühmorgens werden wir durch laute Geräusche geweckt: Sturmböen! Naja, es ist unser letzter Tag in Almunecar und wir waren bisher jeden Tag fliegen. Wenn jetzt ein Tag ausfällt ist das wahrlich kein Problem. Herbert belehrt uns wieder mal eines besseren. Er taucht mit den aktuellen Wetterdaten auf: in der Sierra Nevada weht ein fliegbarer Nordwind. Wir fahren also wieder nach Cenes de la Vega. Zu unserer Überraschung hat Herbert wieder einmal recht, der Wind ist tatsächlich fliegbar! Zusammen mit den vier Österreichern erleben wir lange Thermikflüge mit hohen Steigwerten und können noch einigen spanischen Flugschülern bei Prüfungsflügen zuschauen. Zudem sind auch einige erfahrene lokale Piloten vor Ort, die interessante Flugmanöver vorführen. Nachmittags wird der Wind für uns zu stark, nur noch die erfarenen Piloten fliegen. Wir entscheiden unsere erfolgreiche Flugwoche abzuschließen und nicht mehr zu starten. Wir sind rundum zufrieden. Mit Entsetzen nehmen wir jedoch die heimatlichen Wetteraussichten zur Kenntnis: müssen wir wirklich morgen zurück?

Fazit

Wir haben eine tolle Woche hinter uns, alle Tage waren fliegbar. Dabei hatten wir die Möglichkeit, viele neue Fluggebiete kennenzulernen. Almunecar und die Sierra Nevada sind Fluggebiete, die man wirklich mal besucht haben sollte. Sonne im April wie bei uns im August, Fahrt zum Startplatz mit kurzen Hosen. Beim Start nur den Fliegeroverall drüber und los geht’s.

Wir haben sehr viel dazugelernt: Soaring, Thermikflüge, RW-Start und Wetterbeobachtung in fremden Fluggebieten. Aber wir sollten auch nicht verschweigen, dass wir hier unsere Grenzen schnell kennengelernt haben. Ohne fachkundige Betreuung hätten wir schnell in große Gefahr kommen können.

Vielen Dank an Herbert Rabenstein für Auswahl der Fluggebiete, für Tipps sowohl beim Start, als auch über Funk beim Flug und natürlich für die unermüdlichen Fahrdienste! Wichtig – gerade für Anfänger wie wir es nunmal sind – erscheint uns diese Art der “Rundumbetreuung”: es gibt eine wahre Fülle an Fluggebieten in Almunecar und Umgebung, aber deren richtige Auswahl anhand von Wetterbedingungen und persönlichem Flugkönnen ist nicht einfach!

Es gibt hier Fluggebiete, die bei entsprechenden Bedingungen schöne Flüge ermöglichen, die aber auch ernstzunehmende Gefahren beinhalten. Bitte fliegt hier nicht ohne kompetente, ortsansässige Betreuung: wichtig sind: Kenntnis der Fluggebiete (Startplatz, Landeplatz, Gefahrenquellen: z.B. Leebereiche und Hindernisse; Notlandeplätze, aber auch: wo steht der “Hausbart”), Kenntnis der aktuellen Wetterdaten, Berücksichtigung individueller Bedürfnisse (manche brauchen vielleicht nur einen Fahrdienst, anderen reicht das nicht).

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