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Red Bull Vertigo

Am Red Bull Vertigo fliegen Gleitschirmflieger und Deltasegler um die Wette. Dieses Jahr fand die Akrobatikshow bereits zum achten Mal statt, wie immer im beschaulichen Schweizer Städtchen Villeneuve am Ufer des Genfersees. 

 

Das Wort Vertigo stammt aus dem Lateinischen. Es bedeutet Drehung und ist der medizinische Fachausdruck für Schwindel. Und in der Tat: Bei den Manövern, welche die Deltasegler und Gleitschirmflieger am Red Bull Vertigo in den Himmel drehen, würde wohl jedem Normalmenschen speiübel. Schwindelig wird es einem nur schon vom Zuschauen. Die Judges und einige Zuschauer haben Liegestühle dabei, damit sie, permanent in den Himmel schauend, nicht aus dem Gleichgewicht kommen.

Freitagnachmittag. Über Villeneuve lacht die Sonne. Leute drängen sich an die Ufermauer des Genfersees, um den zweiten Lauf der Synchrongleitschirmpiloten zu verfolgen. Am Himmel zwei Gleitschirme, die wie zwei Medusen durch die Luft tanzen. Mal liegen die Schirme nahe beieinander und kreisen, als ob sie sich umarmten, in schnellen Spiralen Richtung Genfersee. Mal schweben die beiden Schirme untereinander liegend, mal schweben sie seitlich voneinander versetzt und zeichnen im Gleichklang Figuren in die Luft.

Die Manöver der Gleitschirmflieger scheinen die Regeln der Physik aufzuheben. Die Spiralen, mit denen sich auch Hobbyflieger zu Boden kreisen, sind bei weitem nicht die einzige Methode, Höhenmeter zu absolvieren. Die Luftakrobaten des Red Bull Vertigo drehen, kreisen, wirbeln in allen erdenklichen Lagen. Das spektakulärste Manöver ist wohl das „Infinity-Tumbling“, bei dem sich der Pilot mehrmals vertikal über seinen Schirm dreht. Bei zu wenig Schwung droht er dabei in den eigenen Schirm zu fallen. Am meisten Beifall ernten die Gebrüder Rodriguez. Die Spanier haben den Red Bull Vertigo schon fünf Mal gewonnen und liegen auch dieses Jahr in Führung. Sie sind die Stars der Acro-Szene, viele Manöver haben sie erfunden.

Das Synchrongleitschirmfliegen ist die Königsdisziplin des Red Bull Vertigo. Die besten und erfahrensten Acro-Piloten treten im Teamwettbewerb auf. Die härtesten Widersacher der Gebrüder Rodriguez sind Hernan Pitocco aus Argentinien und sein spanischer Partner Horacio Lorens sowie die Schweizer Paarung Dominique Steffen und Mathias Roten. Im Gleitschirmsolowettbewerb, welcher heuer in Villeneuve zum ersten Mal durchgeführt wird, setzen sich eher junge unbekannte Draufgänger in Szene wie etwa die Franzosen Guillaume Chatain und Antoine Montant oder der Deutsche Michael Knipping. In der dritten Disziplin, dem Delta, führen der Deutsche Guido Gehrman und der Norweger Jon Gjerde das Klassement an.

Die Gleitschirmpiloten verlieren während der Manöver schnell an Höhe. Sie haben etwa tausend Höhenmeter lang Zeit, um ihre Manöver zu zeigen. Dann kommt die Landung, welche auch nicht weniger spektakulär ist. Nur wenige Meter vom Ufer entfernt schiessen die Piloten übers Wasser. Mit dem Fuss, der Hand oder gar mit dem Schirmende versuchen sie das Wasser kurz zu berühren. Dann ziehen sie den Schirm nochmals hoch, um locker auf dem Landungsfloss stehen zu bleiben. Einige gönnen sich gleichwohl ein unfreiwilliges Bad und erhalten dabei frenetischen Applaus.


Die Deltasegler sind zuvor auf dem nahen Fussballfeld gelandet. Sie haben gegenüber den Gleitschirmfliegern den Nachteil, dass ihr Equipment sperriger und um einiges schwerer ist, sie fliegen schneller und brauchen mehr Platz zum landen. Gleichwohl hat einer trotzdem versucht, auf der Landungsinsel zu landen. Die Deltapiloten fliegen Manöver, welche auch Flugzeuge und Vögel fliegen: Looping, Rolle, Spirale, schnelle Wendungen. Jon schwärmt über das Gefühl des Deltasegelns: „Man liegt, einem Vogel gleich, flach in der Luft und hat das Gefühl, Flügel würden einem aus den Schultern wachsen. Lenken tut man mit dem ganzen Körper. Um den Looping anzusetzen, ziehe ich einfach den Kopf nach hinten und schon geht’s los – es ist ganz einfach.“

In den Seilen des Gleitschirms sitzend, sind eher feinmotorische Steuerfähigkeiten gefragt. Einen Zentimeter mehr oder weniger an der Leine zupfen, entscheidet, ob ein Manöver gelingt oder nicht. Gewisse Tricks sehen unspektakulär aus, sind aber enorm schwierig, weil sie ein ganz feines Händchen erfordern.

Wie lernt man ein neues Manöver, will ich von „Mister Infinity-Tumbling“, Antoine Montant, wissen. „Neue Manöver bauen auf schon bekannten auf, es ist ein Herantasten.“ Und was geschieht bei einem Fehler? „Fehler passieren, wenn man Neues lernt, man stürzt deswegen aber nicht gleich ab, und man hat einen Notschirm.“ Michael Knipping sagt dazu: „Bei Akrobatikmanövern ist mir noch nie etwas passiert, da bin ich immer voll fokussiert. Fatale Fehler passieren bei Konzentrationsmängeln und Müdigkeit.“

Aus Sicherheitsgründen finden Acroevents immer über dem Wasser statt. Bei nunmehr acht Austragungen des Red Bull Vertigo hat sich noch kein gravierender Zwischenfall ereignet. Dies spricht für die Professionalität der Piloten und Organisatoren und für den guten Standort Villeneuve. Im nächsten Jahr ist Villeneuve der Austragungsort der ersten offiziellen WM im Acrofliegen. In der Szene ist Villeneuve schon lange so was wie eine WM, es treten die Besten der Besten aus allen Ländern der Welt an. „Der Vertigo ist der wichtigste Event für uns. Er hat am meisten Publikum, das höchste Niveau und die besten Partys“, schwärmt Guido Gehrman, der Dominator im Delta.

Am Samstag weicht das sonnige Wetter einem trüben. Da sich Nebel in den Startbereich Sonchaux auf 1450 Meter über Meer drängt, kann nur der Lauf der Solo-gleitschirmflieger geflogen werden. Die Synchro-Piloten harren in der Hoffnung auf ein Wolkenloch vier Stunden am Berg aus. Am Sonntag können gar keine Wettflüge mehr geflogen werden: Der Nebel klammert sich noch dichter an die Hänge. So konnten insgesamt nur drei Wertungsflüge geflogen werden, bei den Synchron-piloten sogar bloss deren zwei.


Trotz nassen Wetters sind die Menschen auch am Wochenende zahlreich am Seeufer von Villeneuve erschienen: Gleitschirmflieger aus der ganzen Schweiz, junge Leute aus der Region, Familien. Man drängte sich unter die Zelte der Essensstände, fachsimpelte, schwatzte und erfreute sich an der Show der Fallschirmspringer – die konnten springen. Man hatte aber auch Glück im Wetterpech. Abends blieben Regenfälle aus und das Red Air Festival, eine Neuerung am Red Bull Vertigo, ging erfolgreich über die Bühne. Junge Musiker spielten Reggae, Funk oder Ska. Live on stage und kostenlos. Freitag- und Samstagnacht wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und getanzt. Die Stimmung war durchwegs relaxed. Erst bei der Preisverleihung kam Sturm auf. Ein Unwetter wollte Zelte wegblasen, während im Publikum Begeisterungsstürme für die Sieger erklangen. Die Gebrüder Rodriguez waren ein weiteres Mal – schon zum sechsten Mal – das beste Synchrogleitschirmteam. Im Gleitschirmsolo gewann der erst 20-Jährige Guillaume Chatain und im Delta wurde der Deutsche Guido Gehrman mit Siegerwürden geehrt. Sie kommen alle wieder nach Villeneuve, nächsten August an den Red Bull Vertigo 2006, an die erste Weltmeisterschaft im Acrofliegen.

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